Intro:
Nach einer endlosen Durstrecke von 4 Jahren, passierte das was gegen Ende der Saturn Ära eigentlich keiner mehr vermutet hatte – ein Shining Force Game erblickte für den Saturn das Licht der Welt. Und als ob dies nicht genug war bestand das Game auch gleichzeitig noch aus 3 Teilen, welche in bestimmten Zeitabständen nacheinander released wurden und am Ende folgte sogar noch eine Spezielle Premium CD. Allerdings kam nur der erste Teil der Saga in die USA und nach Europa, die anderen Teile blieben in Japan und wurden leider nie übersetzt.
Nichtsdestotrotz beibt SF3 wohl das größte Machwerk in der Shining Saga.
Story:
Die Story ist lang und verzwickt zudem dient das Game Shining the Holy Ark quasi als Vorerzähler des „mystischen“ Teils. Der Spieler fängt praktisch inmitten einer großen Geschichte an.
Wir befinden uns im Östlichen Teil eines Kontinentes. Hier liegt das große Königreich Destonia welches sich im Konflikt mit dem neuen idealistischen Köngreich Aspinia befindet. Dieses hatte sich vor 30 Jahren, nach einem Bürgerkrieg, von Destonia unabhängig gemacht, denn Destonia ist alles andere als Menschenfreundlich was die niedrigen Klassen der Gesellschaft anbelangte, ihr Kaiser zudem machthungrig und grausam. Das Land von Aspinia ist allerdings sehr arm und es mangelt praktisch an allen, so ist der andauernde Krieg zwischen beiden Königreichen gar nicht gut für Aspinia.
Doch es konnte eine Vereinbarung zu einem Friedensabkommen getroffen werden, welcher von beiden Königen in der neutralen Stadt Saraband unterzeichnet werden soll.
Ihr seid nun ein junger Soldat, Sohn eines hoch angesehenen Generals von Aspinia und sollt diesen in Saraband vertreten. Euch zur Seite stehen 3 mehr oder weniger famose Freunde.
Doch gerade als es zur Konferrenz kommt wird der Kaiser von Destonia entführt – und zwar angeblich von Aspinias König selbst. Damit nimmt das Unheil seinen Lauf. Explosionen erschüttern die Stadt, seltsame maskierte Mönche tauchen auf und die Armeen beider Imperien beginnen sich nun im vollen Maße zu bekämpfen.
Da ihr von der Unschuld eures Königs überzeugt seid, schmiedet ihr kurzerhand den Plan mit diesem heimlich durch die Hintertür zu verschwinden und ihn sicher zurück nach Aspinia zu begleiten. Doch auf dem langem Weg trefft ihr auf verräterische Generäle, mächtige dunkle Priester, eine seltsame Sekte und einen jungen Mann welcher gekommen ist um den legendären Fürsten der Vandalen zu jagen.
Game:
Wer die Vorgänger von Shining Force 3 kennt wird sich schnell mit der Steuerung vertraut fühlen, denn das Menü und die Führung hat sich (im positiven) so gut wie nicht verändert. Neu ist, dass ihr euch innerhalb der Ortschaften freibewegen könnt (keine Kästchen mehr) und sowie auch auf dem Schlachtfeld die Kamera 360° rotieren lassen könnt. Shining Force 3 hat nämlich den riesen Satz von 2D auf 3D problemlos geschafft. Während die Landschaft und Objekte aus Polygonen gestaltet sind, bestehen eure Mini-Charas aus gerenderten Sprites. Die Landschaft beitet nun auch Hügel und Berge die ihr hoch und runter flitzen könnt, was sich besonders auf das taktische Gefecht auswirkt.
Der Ablauf bleibt aber weiterhin – ihr erkundet eine Stadt oder Dorf und gelangt dann auf das nächste Schlachtfeld. Dabei wurde besonders auf die Story wert gelegt, denn anders wie in den vorigen Shining Force Teilen gibt es nun immer einen driftigen Grund für eine Schlacht, zudem tauchen fast überall wichtige Personen auf, so dass jede Schlacht an sich schon eine kleine Geschichte ist.
Das Schlachtfeld ist wie immer in Kästchen gehalten und ihr steuert eure Charaktere einer nach dem anderen zum Feind um diesen dann mit verschiedenen Methoden Fertig zu machen. Bei einer Aktion wechselt dann der Bildschirm in den Aktions modus um, in welchen ihr eure Helden und die Feinde im Großformat seht, wie sie z.B. angreifen oder zaubern.
Das vorhandene Spielprinzip wurde erfolgreich weiter ausgebaut – eure Helden können nun 2 mal befördert werden, es gibt mehr Waffen und Gegenstände mit unterschiedlichen Wirkungen, es gibt eine gewisse „Waffenschwäche“, jeder Charakter lernt Spezialangriffe, ihr könnt diese und Magie durch verschiedene Waffen erhalten und eure Charaktere lernen das Freundschaftsprinzip mit welchen sie sich im Kampf gegenseitig helfen.
Anders als in SF1 oder SF2 bekommt ihr in jeden Scenario nur ugf. 20 Kämpfer anstatt der üblichen 30. Eine Team ausgewählt aus den 60 Charas ist allerdings nur in der speziellen Premium Disk möglich.
Charaktere schließen sich wie üblich in Städten an, allerdings gibt es auch einen großen Teil an Charas die es auf den Schlachtfeld zu retten oder zu verschonen gilt um sie später zu bekommen. Neu ist, dass je nachdem wie ihr handelt sich euch Characktere zwar nicht anschließen dafür aber dem team im nächsten Scenario beitreten, zweimal müßt ihr euch sogar zwischen 2 Charakteren entscheiden.
Weggeblieben ist die Möglichkeit eure Charas durch Spezial Gegenstände in besondere Klassen zu befördern. Allerdings fehlt auch keine dieser „speziellen“ Klassen wie man sie aus SF2 kennt, denn durch das zweifache Befördern ist wieder von Ritter und Priester über Mönch und Dampfritter bis zum Samurai, Werwolf und Drachen alles vertreten. Unter den 60 Charas sind natürlich auch jede Menge neue Klassen wie Drachenmensch, General, Oger Reiter und Sensei. Weiterhin nicht dabei sind leider der Flügel- und der Sprengritter.
Ebenfalls fantastisch gelungen sind der unverkennbare Charm und Witz von SF. Und auch der Soundtrack hat sich gegenüber den Vorgängern enorm gebessert und ist sehr abwechslungsreich – so hat z.B. jede Einheit eines Königreichs verscheidene Angriffs-themes.
Musikstücke wurden je nach Situation und Atmosphäre sehr gut angepasst und lassen den Spieler noch mehr in der Traumwelt von SF3 versinken.
Overview:
SF3 Scn1 ist ein absolut geniales Spiel und zockt sich dank der Englisch Übersetzung um einiges besser als die Nachfolger. Da es jedoch das erste Spiel in der Trilogie war fehlen noch ein paar Features welche Sega erst in den nächsten Teilen einbaute. Es sollte in keiner Saturn Sammlung fehlen, denn es ist wohl das Strategie RPG schlechthin. Leider ist es selten zu finden und ein Preis um die 65 Euro für die englische Version ist wohl unabdingbar.
Entwickler: SEGA, Japan |
Jahr: 1997 |
Genre: RPG |
Wertung:
 |
|

|
|